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September 2020
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“Markierung und Zeichen setzen“ – dafür ist der Fichtelgebirgsverein im ganzen Fichtelgebirge bestens bekannt.

Doch diesmal geht es beim FGV nicht um Weg-Zeichen oder Markierungen, sondern um viel mehr:

„Der Fichtelgebirgsverein möchte ein Zeichen der Solidarität mit seinen Wirten setzen“, so die Hauptvorsitzende des FGV, Monika Saalfrank.

Aufgrund der behördlichen Auflagen dürfen die 4 Häuser (Kösseinehaus, Seehaus, Gaststätte Asenturm am Ochsenkopf und das Waldsteinhaus), die als Speiselokale gelten, für die Gäste, die Wanderer und Mountainbiker, nicht mehr geöffnet haben.

„Um hier unsere Wirte, die ja zum Teil schon sehr lange mit uns in Verbundenheit stehen, zu unterstützen verzichtet der Hauptverein bis zum Ende der behördlichen Auflagen hinsichtlich der Gastronomieöffnungen auf die Pacht der Wirte“, so Hauptkassier Harry Panzer.

Er hat hier den frisch gespitzten Bleistift gezückt, gerechnet und ganz klar gesagt: „wenn wir wegen der Corona-Krise unsere Pächter verlieren, weil die den Mut und alle Rücklagen verlieren, bis hin zu einer eventuellen Insolvenz, dann kostet uns das letztendlich im Fall einer neuen Pächtersuche mehr, als wenn wir jetzt eine Zeitlang auf unsere Einnahmen verzichten“.

Die Seehauswirte, Monika Steiner und Berthold Hübner zeigten sich sehr erfreut: „Als Wirte eines FGV-Hauses bedanken wir uns beim Verpächter, dass er in dieser schwierigen Zeit seine Pächter nicht im Stich lässt und bis auf weiteres die anstehende Pacht nicht einfordert. Es ist gut, dass in dieser schweren Zeit des Wirtshausüberlebens an uns gedacht wird“.

Entgegen der noch immer herrschenden Meinung, der FGV kneble seine Pächter oder verlange Unsummen an Pacht, herrscht zwischen dem Verein und den Pächtern ein gutes Verhältnis.

Wirt Martin Reichenberger von der Asenturmgaststätte am Ochsenkopf sagt dazu: „Ich bin jetzt seit 25 Jahren Wirt auf dem Haus und finde es ganz klasse, was der FGV da für uns Wirte macht. Uns bricht so viel weg, das Frühjahrs- und Ostergeschäft, bis eventuell hin zum Feiertagsgeschäft im Mai. Das Entgegenkommen des FGV ist schon eine immense Erleichterung für uns“.

Selbstverständlich hat diese Entscheidung Auswirkungen auf die Einnahmen des Vereins, aber keiner kann etwas für diese Corona-Krise, am allerwenigsten die Wirte.

Die einen gründen Einkaufsgemeinschaften für Risikogruppen, andere übernehmen Arbeiten im Handel um so die Bevölkerung zu unterstützen. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist groß.

Der FGV leistet hier seinen Beitrag, der letztendlich auch wieder der Bevölkerung zu Gute kommt, indem die Traditionswirtshäuser auf den Gipfeln möglichst weiter besetzt bleiben.

Auch die Kösseinewirtin Regina Rothenberger ist sehr angetan:

„Das ist eine tolle Sache und ein großes Entgegenkommen des FGV. Der Verein unterstützt uns schon immer, wo es nur geht.

Schön wäre es, wenn dieses große Zeichen des Fichtelgebirgsvereins für die Region Nachahmer findet und auch die Bevölkerung die Bemühungen des FGV für seine Wirte anerkennt und den FGV weiterhin durch Mitgliedschaften unterstützt“.