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August 2019
Archiv

Informationen zum Sachstand Atommüll-Endlagersuche

Seit 2017 läuft die neue Suche für ein langfristiges Atommüll-Lager. Die nordbayerischen Granitgebiete könnten von der Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll betroffen sein. Eingeladen zu einem interessanten und informativen Abend im Meister-Bär-Hotel in Marktredwitz hatte der Fichtelgebirgsverein, die Kreisgruppen Wunsiedel und Bayreuth des Bund Naturschutzes und das Landratsamtes Wunsiedel. FGV-Naturschutzreferent Jörg Hacker konnte zu der Veranstaltung viele Interessenten begrüßen, die in der sich anschließenden lebhaften Diskussion ihre fundierten Meinungen und großen Bedenken äußerten. Alle Anwesenden lehnten ein Atommüll-Endlager ab.

Helge Bauer vom Aktionsbündnis „ausgestrahlt“ gab zunächst einen umfassenden Sachstandsbericht über die bisher erfolgte Endlagersuche und das komplizierte Verfahren der Gesetzgebung und der beteiligten Behörden, wobei er die geringe Einbindung der Bevölkerung kritisch herausstellte. Er ging auch der Frage nach, wie sich ein schlechtes Endlager verhindern lasse. Der Geologe Dr. Andreas Peterek vom Geopark Bayern-Böhmen referierte anschließend anschaulich über die geologische Gesamtsituation der Region, die seismologischen Aktivitäten und die extreme Wasserdurchlässigkeit des Granits. Er gelangte zu der Überzeugung, dass die Granitregion für ein Endlager nicht geeignet sei.

Lesen Sie auch hierzu folgenden Artikel der Frankenpost:

https://www.frankenpost.de/…/fichtelgebir…/art654373,6640306

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

https://www.ausgestrahlt.de/…/ato…/standortauswahlverfahren/

Text & Bilder: Dietmar Herrmann

 

Das Foto zeigt (von links): Karl Paulus vom Bund Naturschutz, FGV-Naturschutzreferent Jörg Hacker, Helge Bauer vom bundesweiten Forum „ausgestrahlt“ und Dr. Peterek vom Geopark Bayern-Böhmen.