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März 2017
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„Wandern ist gesund“ – das erzählten uns bereits unsere Großeltern. Viele Menschen wandern genau aus diesem Grund: „Etwas für die Gesundheit tun“ zählt neben dem „Naturerlebnis“ zu den wichtigsten Motiven, weshalb Menschen wandern.
Doch wie sehen die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit konkret aus? Menschen, die sich regelmäßig und moderat bewegen, werden seltener krank, weil ihr Immunsystem trainiert ist. Wandern stärkt Muskeln, Sehnen und Bänder und ist eine sehr gelenkschonende Form der Bewegung. Außerdem stärkt regelmäßige Bewegung das Herz-Kreislauf-System, was sich auch in einer verbesserten Kondition bemerkbar macht. Dieser Effekt ist für Menschen, die mit dem Wandern oder einem anderen Ausdauertraining beginnen, sehr schnell am eigenen Leib zu spüren: Recht bald können auch größere Steigungen oder längere Strecken bewältigt werden, ohne dass man außer Atem gerät. Regelmäßige Bewegung trägt außerdem dazu bei, dass man sein Gewicht hält oder unterstützt beim Abnehmen. Wandern macht nicht nur körperlich fit, sondern ist auch gut für die Psyche. Regelmäßige Bewegung wirkt gegen Depressionen, der Aufenthalt im Grünen trägt ebenfalls zum psychischen Wohlbefinden bei. Alle diese Effekte sind in den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Studien bewiesen. Wandern ist eine ausgesprochen soziale Aktivität, bei der man schnell und unkompliziert mit anderen Menschen in Kontakt kommt. Beim gemeinsamen Erleben entstehen schnell Zusammengehörigkeitsgefühle. Hinzu kommt, dass es für das Wandern keine Altersbeschränkung gibt. Die Anforderungen sind quasi stufenlos verstellbar – von der einfachen kurzen Wanderung in ebenem Gelände bis zur anspruchsvollen Mehrtageswanderung in den Bergen ist alles möglich.
So ist es nicht verwunderlich, dass über die Hälfte der Deutschen bekennende Wanderer sind und sich 82,7% der Wanderer nach der Wanderung „glücklich und zufrieden“ fühlen.
Der Deutsche Wanderverband als Fachverband für das Wandern in Deutschland beschäftigt sich schon lange mit dem Thema „Wandern und Gesundheit“. 2008 startete dann die Gesundheitsinitiative „Let´s go – jeder Schritt hält fit“. Die Bestandteile dieser Initiative sind das „Gesundheitswandern, zertifiziert nach Deutscher Wanderverband“ und das Deutsche Wanderabzeichen. Beides möchten wir hier kurz vorstellen.

Das Deutsche Wanderabzeichen: Motivation zu mehr Bewegung mit dem Wanderverein
Wandern ist Vielfalt. Seit seiner Einführung im Jahr 2010 wurde das Deutsche Wanderabzeichen fast 18.000 Mal verliehen, an Menschen, die im Kalenderjahr 200 Kilometer gewandert sind. Bei Kindern sind es 100 und bei Jugendlichen 150 Kilometer. Die Wanderungen müssen aus den über 100.000 Angeboten der unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes organisierten Wandervereine oder von zertifizierten Gesundheitswanderführern stammen – dann lassen sie sich im Wander-Fitness-Pass für das Abzeichen dokumentieren. Ob der Wanderer Mitglied eines Vereins ist, ist egal. Mitmachen kann jeder. Wer die 200 Kilometer zum ersten Mal schafft, bekommt das Abzeichen in Bronze, beim dritten Mal gibt es Silber und nach dem fünften Mal Gold. Und weil über das gesamte Jahr stattfindende Aktivitäten die Gesundheit stärker fördern, als wenige Gewalttouren, müssen die absolvierten Kilometer über das Jahr auf zehn Touren verteilt sein. Wandern ist Vielfalt. Deshalb können im Wander-Fitness-Pass neben klassisch geführten Wanderungen auch Nordic Walking und Geocaching-Touren, Gesundheitswanderungen, Familien- und Schulwanderungen, Skilanglauf-Touren sowie Schneeschuh- und Radwanderungen eingetragen werden. Den Wander-Fitness-Pass erhält der Wanderer bei den Ortsvereinen des Fichtelgebirgsvereins oder in der FGV-Geschäftsstelle. Der Wander-Fitness-Pass begleitet den Wanderer das gesamte Kalenderjahr über und wird, wenn am Ende des Jahres die erforderlichen Anforderungen erfüllt sind, beim jeweiligen Ortsverein eingereicht. Über den Deutschen Wanderverband erhält man dann Urkunde und Abzeichen.
Auch unter den gesetzlichen Krankenkassen hat sich herumgesprochen, wie sehr die Initiative des Deutschen Wanderverbandes der Gesundheit dient: Das Deutsche Wanderabzeichen wird in den Bonusprogrammen von über 60 Krankenversicherungen
berücksichtigt. Damit können sich rund 50 Millionen Versicherte freuen. Alle AOK-Landesverbände, die Techniker Krankenkasse, die Barmer GEK sowie eine Vielzahl an Betriebs- und Innungskrankenkassen erkennen das Deutsche Wanderabzeichen an.
Wie sich das niederschlägt, variiert von Kasse zu Kasse und reicht von Bonuspunkten
bis zu Sach- und Geldprämien.            www.deutsches-wanderabzeichen.de

Gesundheitswandern: Was ist das?
Gesundheitswandern nutzt gezielt die positiven Auswirkungen des Wanderns auf Körper, Psyche, Geist. Beim Gesundheitswandern kommen ausgewählte Übungen aus der Physiotherapie hinzu, die Kraft und Gleichgewicht stärken, die Gelenke beweglich halten und zur Dehnfähigkeit der Muskeln sowie zur allgemeinen Entspannung beitragen. Idealerweise findet das Ganze in sogenannten „naturnahen Landschaften“ statt, also im Grünen. Das kann der Wald sein – aber auch der Stadtpark, wenn der Weg nach „draußen“ zu weit wäre. Nicht zu vergessen sind die kurzen theoretischen Einheiten rund um die Themen „Bewegung“, „Gesundheit“, „Ernährung“, die in kurzen Einheiten vermittelt und idealerweise mit praktischem Erleben in Verbindung gebracht werden.
Gesundheitswanderungen dauern ca. 1,5 bis 2 Stunden und sind nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Kurze Wanderabschnitte von etwa 20 Minuten Dauer wechseln sich ab mit Stopps, in die die Übungen eingebaut sind oder Informationen vermittelt werden. Gesundheitswandern ist keine trockene Gymnastik- oder Informationsveranstaltung mit erhobenem Zeigefinger, sondern sehr lebendig – und macht viel Spaß.
Der Deutsche Wanderverband legt großen Wert auf Qualität. Das gilt auch für das Anleiten von Gesundheitswanderungen. Gesundheitswanderführer müssen in der Lage sein, Gruppen sicher auf kurzen Touren zu führen, einfache Übungen und Spielformen anzuleiten, Informationen zu vermitteln und nicht zuletzt die Anforderungen an das Leistungsniveau ihrer Gruppe anzupassen. Vermittelt werden die dafür notwendigen Kenntnisse in der 2 x 2,5 Tage dauernden Fortbildung. Zu dieser Fortbildung zugelassen sind Wanderführer des DWV und Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer sowie Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Sport- und Gymnastiklehrer und Ärzte.
Das Gesundheitswandern gehört zum Programm vieler Wandervereine. Hier finden sich meist Gruppen, die sich regelmäßig fortlaufend treffen. So entstehen beim gemeinsamen Wandern und Üben ein festes Gruppengefühl und oft auch neue Freundschaften.
Wird das Gesundheitswandern von einem Gesundheitswanderführer mit bewegungstherapeutischer Grundausbildung in Kursform angeboten, können die Teilnehmer einen Teil der Kursgebühren von ihrer Krankenkasse zurückbekommen. Denn Gesundheitswandern ist von den gesetzlichen Krankenversicherungen als primärpräventive Maßnahme anerkannt.

Um Ihnen liebe Mitglieder und Leser die Gesundheitswanderungen etwas näher zu bringen bieten die drei Gesundheitswanderführer im FGV, Rita Baron, Judith Schöffel und Ulli Anders, kostenlose „Schnupper Gesundheitswanderungen“ an.

An folgenden Terminen finden geführte Gesundheitswanderungen des Fichtelgebirgsvereins statt:

30. April 2016, Gefrees, Treffpunkt: Haidlas, 09.30 Uhr mit Rita Baron
07. Mai 2016, Marktredwitz, Treffpunkt: Forsthaus, 13.30 Uhr mit Judith Schöffel
05. Juni 2016, Gregnitztal, Treffpunkt: Ebnath (Dorfplatz), 13.00 Uhr mit Ulli Anders
28. August 2016, Hof, Treffpunkt: Theresienstein (Parkplatz Plauener Straße), 13.00 Uhr, mit Ulli Anders
25. September 2016, Bayreuth, Treffpunkt: Eremitage, 13.30 Uhr mit Rita Baron

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