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März 2017
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Ein Abschiednehmen

Liebe Wanderfreunde, sehr geehrte Damen und Herren,

jetzt sind es noch einige Wochen bis zur Jahreshauptversammlung unseres Fichtelgebirgsvereins, diesmal in Hof an der Saale.

Mitte der sechziger Jahre wurde ich ins Fichtelgebirge versetzt und fand relativ schnell Anschluss an einen Freundeskreis von Mitgliedern des FGV Münchberg, von denen ein Teil ehrenamtlich für  die Deutsche Wanderjugend im Fichtelgebirgsverein arbeitete. Es gab gute Kontakte innerhalb des FGV und auch darüber hinaus zur Jugend der anderen bayerischen Wandervereine.

Zwischen FGV-Hauptverein und der Wanderjugend gab es damals unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Jugendarbeit und ich war gebeten, eine Einigung herbeizuführen. Wie es so geht – die Dinge wurden angesprochen, es gab Veränderungen im Jugendbereich, der bisherige Hauptjugendwart trat zurück, ich war der neue Hauptjugendwart und saß dadurch urplötzlich im Hauptvorstand des Fichtelgebirgsvereins.

Die Unstimmigkeiten waren bereinigt, die Wanderjugend hat weiterhin interessante Freizeitmöglichkeiten angeboten und konnte sich über viele Jahre gut entwickeln. Manchen Bürgermeister, manche gestandene Frauen und Männer, mit denen ich heute im Verein zu tun habe, kenne ich aus dieser Zeit.

Mittels Wanderungen und Fahrten zu den Deutschen Wandertagen gab es unter anderem auch Kontakte zum Bayerischen Waldverein. Otto Wirthensohn sen. war dort eine Institution und sein Sohn war ebenfalls in der Jugendarbeit tätig. Er war Präsident des Deutschen und später auch Präsident des Internationalen Jugendherbergswerks. Eines Tages bekam ich von ihm ein Kuvert mit 1.200 DM und einigen Jugendherbergsgutscheinen zum weiteren Gebrauch. Das war die Initial- zündung zur Gründung der ‚Deutschen Wanderjugend Bayern‘. Wir haben was draus gemacht,

Heinz Weber war unser Landesjugendwart und seine Frau Renate, viele Jahre Vizepräsidentin des Deutschen Wanderverbands, war unsere ‚pädagogische Fachkraft‘; wir wurden Mitglied im Bayerischen Jugendring und haben uns gut entwickelt. Ich habe heute noch eine diebische Freude darüber, dass die Wanderjugend Bayern zehn Jahre älter ist als der später gegründete Wanderverband Bayern, bei dem ich übrigens seit einigen Jahren als Schatzmeister fungiere.

Das Jahr 1990 brachte für mich einschneidende Veränderungen. Ich wurde in die Neuen Bundes- länder versetzt, war in Chemnitz und später in Freiberg tätig. Immenser Arbeitsanfall und längere Fahrzeiten machten es notwendig, dass ich sämtliche Ehrenämter aufgeben musste.

1996 streckte der FGV wieder die Hände nach mir aus. Geschäftsführender Vorsitzender Fritz Kreissig, der nach Karl Krögels Tod die FGV-Kasse führte, wollte ausscheiden und auch die ihm obliegenden Kassengeschäfte in andere Hände geben. Ich habe zugesagt und bis 2009 mein Möglichstes getan. In diese Zeit fielen umfangreiche, aber dringend notwendige Renovierungen an unseren Unterkunftshäusern.

Als Hauptvorsitzender Peter Hottaß 2013  zum Ende des FGV-Jubiläumsjahrs ausscheiden wollte und er sich – die Nachfolge betreffend – ausschließlich Absagen einhandelte da weit und breit kein Kandidat zu finden war, habe ich mich der Wahl zum Hauptvorsitzenden gestellt. Die Einsetzung eines Verwalters durch das Registergericht wäre das schlimmere Übel gewesen.

Meiner Amtsübergabe blicke ich freudig entgegen. Mit meiner Hauptvorstandschaft und dem Haupt- ausschuss war eine vorzügliche Zusammenarbeit möglich und ich darf Ihnen am 25. März 2017 eine

funktionsstarke, an der Spitze verjüngte Mannschaft vorstellen.

Abschließend darf ich mich von Ihnen allen verabschieden und dem Fichtelgebirgsverein eine gute Zukunft wünschen. Vieles ist uns gelungen, manches hätte ich besser machen können.

Da hoffe ich auf neuen Schwung bei Ihrem Tun für unser Fichtelgebirge und schließe Sie alle ein.

 

Mit herzlichem Frisch auf, Ihr Heinrich Henniger