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April 2020
Archiv

Ruediger Taubald

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“Markierung und Zeichen setzen“ – dafür ist der Fichtelgebirgsverein im ganzen Fichtelgebirge bestens bekannt.

Doch diesmal geht es beim FGV nicht um Weg-Zeichen oder Markierungen, sondern um viel mehr:

„Der Fichtelgebirgsverein möchte ein Zeichen der Solidarität mit seinen Wirten setzen“, so die Hauptvorsitzende des FGV, Monika Saalfrank.

Aufgrund der behördlichen Auflagen dürfen die 4 Häuser (Kösseinehaus, Seehaus, Gaststätte Asenturm am Ochsenkopf und das Waldsteinhaus), die als Speiselokale gelten, für die Gäste, die Wanderer und Mountainbiker, nicht mehr geöffnet haben.

„Um hier unsere Wirte, die ja zum Teil schon sehr lange mit uns in Verbundenheit stehen, zu unterstützen verzichtet der Hauptverein bis zum Ende der behördlichen Auflagen hinsichtlich der Gastronomieöffnungen auf die Pacht der Wirte“, so Hauptkassier Harry Panzer.

Er hat hier den frisch gespitzten Bleistift gezückt, gerechnet und ganz klar gesagt: „wenn wir wegen der Corona-Krise unsere Pächter verlieren, weil die den Mut und alle Rücklagen verlieren, bis hin zu einer eventuellen Insolvenz, dann kostet uns das letztendlich im Fall einer neuen Pächtersuche mehr, als wenn wir jetzt eine Zeitlang auf unsere Einnahmen verzichten“.

Die Seehauswirte, Monika Steiner und Berthold Hübner zeigten sich sehr erfreut: „Als Wirte eines FGV-Hauses bedanken wir uns beim Verpächter, dass er in dieser schwierigen Zeit seine Pächter nicht im Stich lässt und bis auf weiteres die anstehende Pacht nicht einfordert. Es ist gut, dass in dieser schweren Zeit des Wirtshausüberlebens an uns gedacht wird“.

Entgegen der noch immer herrschenden Meinung, der FGV kneble seine Pächter oder verlange Unsummen an Pacht, herrscht zwischen dem Verein und den Pächtern ein gutes Verhältnis.

Wirt Martin Reichenberger von der Asenturmgaststätte am Ochsenkopf sagt dazu: „Ich bin jetzt seit 25 Jahren Wirt auf dem Haus und finde es ganz klasse, was der FGV da für uns Wirte macht. Uns bricht so viel weg, das Frühjahrs- und Ostergeschäft, bis eventuell hin zum Feiertagsgeschäft im Mai. Das Entgegenkommen des FGV ist schon eine immense Erleichterung für uns“.

Selbstverständlich hat diese Entscheidung Auswirkungen auf die Einnahmen des Vereins, aber keiner kann etwas für diese Corona-Krise, am allerwenigsten die Wirte.

Die einen gründen Einkaufsgemeinschaften für Risikogruppen, andere übernehmen Arbeiten im Handel um so die Bevölkerung zu unterstützen. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist groß.

Der FGV leistet hier seinen Beitrag, der letztendlich auch wieder der Bevölkerung zu Gute kommt, indem die Traditionswirtshäuser auf den Gipfeln möglichst weiter besetzt bleiben.

Auch die Kösseinewirtin Regina Rothenberger ist sehr angetan:

„Das ist eine tolle Sache und ein großes Entgegenkommen des FGV. Der Verein unterstützt uns schon immer, wo es nur geht.

Schön wäre es, wenn dieses große Zeichen des Fichtelgebirgsvereins für die Region Nachahmer findet und auch die Bevölkerung die Bemühungen des FGV für seine Wirte anerkennt und den FGV weiterhin durch Mitgliedschaften unterstützt“.

 

 

 

Verehrte Vorsitzende der OG´s und OV´s, verehrte Mitglieder des Hauptvereins/Hauptausschusses,

 

nunmehr muss ich euch mitteilen, dass auch die Jahreshauptversammlung des Hauptvereins, die am 18.04.2020 stattfinden sollte auf einen noch unbestimmten Termin verschoben werden muss.

Bitte gebt diese Mitteilung entsprechend an eure Leute weiter.

Die Gründe sind hinreichend bekannt. Siehe auch die Nachricht untenstehend.

 

Sehr gehrte Ortsvereins- und Ortsgruppenvorsitzende,

die Hauptvorstandschaft weist auf folgendes hin:

 

aufgrund der aktuellen medizinischen und gesundheitlichen Lage soll bis auf Weiteres auf die Abhaltung von Jahreshauptversammlungen oder sonstigen Versammlungen verzichtet werden.

Auch wenn die Abhaltung der JHV im 1. Quartal vorgesehen ist, bitte verzichten Sie aus den bekannten Gründen darauf. Es werden keine Nachteile dadurch entstehen!

Wir bitten Sie, in Ihrem Interesse und im Interesse der doch größtenteils älteren Mitglieder (Risikogruppe) hier den Vorgaben der Behörden nach zu kommen. Bitte beachten Sie auch die allgemeinen Hygienevorschriften und weisen Sie die Mitglieder ggf. noch einmal darauf hin.

Ein Merkblatt dazu, dass Sie ggf. ausdrucken können finden Sie im Anhang.

Unter diesem Link finden Sie weitere Informationen:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html?tx_dotdownload_pi1%5Baction%5D=show&tx_dotdownload_pi1%5Bcontroller%5D=Download&tx_dotdownload_pi1%5BiFileUid%5D=4256&cHash=0c35f56013a963c2f70d7bffc6a87b89#c11965

Wir hoffen, dass Sie alle verschont und gesund bleiben!

 

Sobald sich die Lage entspannt hat und die behördlichen Vorgaben es zulassen können die Versammlungen und Veranstaltungen nachgeholt werden.

Für Rückfragen können Sie Fr. Schelter () , Frau Saalfrank () oder Herrn Panzer () gerne kontaktieren.

 

Ich wünsche allen eine gute Zeit, bleibt gesund und haltet euch, wenn möglich, an die Vorgaben der Behörden.

 

Sollte etwas anstehen, werden wir euch  per Mail auf dem Laufenden halten. Bitte schaut also ab und an in eure Mails. Danke.

 

Mit freundlichen Grüßen aus Wunsiedel

 

Birgit Schelter

Stv. Referentin für Presse, Werbung und

Öffentlichkeitsarbeit des Fichtelgebirgsvereins

Betreuung Kösseinehaus

Tel. 09232/42 47 oder 0160/4 678 650

Wehmut und Neuanfang: FGV hat Marktredwitzer Haus verkauft

Der Fichtelgebirgsverein – Hauptverein e.V. (weiter nur „FGV“) hat diese Tage das Marktredwitzer Haus am Nordhang des Steinwaldes (südliches Fichtelgebirge), südlich der Stadt Waldershof im Ldkr. Tirschenreuth an Frau Martina von Waldenfels aus Röthenbach verkauft.

Stellvertretender Hauptvorsitzender Jörg Nürnberger erklärt dazu: „Natürlich sind wir etwas wehmütig, uns von diesem Unterkunftshaus trennen zu müssen, in dessen Nähe sich zahlreiche Wanderwege kreuzen. Gleichzeitig freuen wir uns aber auch, mit Frau von Waldenfels eine Käuferin gefunden zu haben, die das Marktredwitzer Haus im Sinne des FGV als Gaststätte weiterführen möchte.

Die Familie von Waldenfels ist seit acht Jahrhunderten fest im Fichtelgebirge verwurzelt und wir sind deshalb überzeugt, die richtige Käuferin gefunden zu haben.“

Frau von Waldenfels bedankt sich für das Vertrauen des FGV und drückt ihre Hoffnung aus, sie werde eine engagierte Wirtsfamilie finden, die mit Lust und einem nachhaltigen Konzept das Marktredwitzer Haus zu neuem Leben erweckt.

Sie führt aus: „Beim Marktredwitzer Haus handelt sich um eine traditionelle Einrichtung, die für das Fichtelgebirge wichtig ist und mit der viele Menschen in der Region und auch in meiner Familie jahrzehntelange positive Erinnerungen verbinden. Anknüpfend an diese Tradition soll daher eine zukunftsfähige und innovative Gastronomie eingerichtet werden.“

Der FGV wird die Erlöse aus dem Verkauf für seine Vereinszwecke und damit u.a. auch für Verbesserungen an anderen Häusern benutzen.

„Wir freuen uns sehr über die erneute Zertifizierung des „Fränkischen Gebirgsweges“ als Qualitätswanderweg“, so die Hauptvorsitzende des Fichtelgebirgsvereins, Monika Saalfrank.

„Zeigt dies doch, dass sich die Arbeit der Ehrenamtlichen des Fichtelgebirgsvereins für die im 3-Jahres-Rhythmus stattfindende Überprüfung zum Erhalt des Qualitätswanderweges mehr als gelohnt hat. Auch diesmal gab es von den Prüfern des Wanderverbandes keine Beanstandungen“.

Wer kennt es inzwischen nicht,  das rote Logo mit dem stilisierten weißen Höhenzug auf rotem Grund mit dem Schriftzug des Fernwanderweges “Fränkischer Gebirgsweg”.

Zum 5. Mal erhält der Fränkische Gebirgsweg nunmehr das Zertifikat „Qualitätswanderweg“. Die rund 420 Kilometer lange Route, die mit  45 Kilometer Länge im Frankenwald, mit 220 km im Fichtelgebirge, mit 120 km in der Fränkischen Schweiz und mit 32 km in der Hersbrucker Schweiz liegt wird von den jeweiligen Wandervereinen gepflegt.  Alle drei Jahre prüft der Deutschen Wanderverband den Qualitätswanderweg erneut auf Herz und Nieren. Kriterien sind dabei u.a. das Wegeformat, das Wegeleitsystem, Naturattraktionen und Sehenswürdigkeiten am Weg, Möglichkeiten zum Rasten sowie der Anschluss an den Öffentlichen Personennahverkehr.

Für  die  Bewertung als Qualitätswanderweg  wird laut dem Deutschen Wander-verband  ein  Wanderweg  in  4  km-Abschnitte  unterteilt.  In  jedem  Abschnitt  wird  der  Weg  anhand  von  23  Wahlkriterien  und  9  Kernkriterien  untersucht.  Die Kernkriterien, die sich u.a. aufgliedern in naturnahe Wege, Erlebnispotential oder nutzerfreundliche Markierung wurden allesamt für die erneute Qualifizierung erfüllt.

Aber auch Nachhaltigkeit, Naturschutz und die Sicherung der Wegepflege sind Thema um die weitere Zertifizierung zu erhalten.

„Fast 40 Millionen Deutsche wandern gerne, damit ist Wandern die liebste Outdoor-Freizeitaktivität der Deutschen. Wandern bleibt ein Zukunftsthema und ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor in Deutschland“, so Dr. med. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes.

„Auch im Fichtelgebirge ist der Wandertourismus ein inzwischen nicht mehr wegzudenkender Wirtschaftsfaktor geworden. Die Zahlen der Tourismuszentrale Fichtelgebirge belegen dies“, so die Hauptvorsitzende Monika Saalfrank. „Die Wanderwege des Fichtelgebirgsvereins tragen positiv dazu bei“.

Höhenweg auf Platz 2 in Deutschland-Ranking!

Es ist eines der Zeichen, das sicher schon viele von euch an Bäumen oder auch auf Schildern in unserer Region gesehen haben: Das weiße „H“ auf rotem Grund markiert den 48 Kilometer langen Höhenweg, der durch das Fichtelgebirge führt und von unseren Mitgliedern ehrenamtlich gepflegt wird. Wichtige Stationen sind das Waldsteinhaus, das Seehaus und auch das Kösseinehaus.

Nun haben uns diesbezüglich grandiose Neuigkeiten erreicht: das Trekking-Magazin hat die Route auf Platz 2 der Top-Wanderwege 2019 gewählt! Das ist wirklich eine tolle Auszeichnung für die Arbeit unserer Mitglieder, denen wir an dieser Stelle herzlich für ihren Einsatz danken wollen, der oft „im Hintergrund“ geschieht.

Übrigens: Wenn ihr selbst als Wegewart beim FGV mitmachen wollt, könnt ihr euch jederzeit gerne melden! Wir freuen uns auf euch.

Naturschutzstiftung des Fichtelgebirgsvereins unterstützt Projekte in der Region

Dieser Tage blickt die „Stiftung Natur- und Kulturlandschaft Fichtelgebirge“ auf ihr 20 jähriges Bestehen zurück. Viele regionale Projekte im Bereich des Naturschutzes, der Pflege der Kulturlandschaft, der Besucherinformation und der Umweltbildung konnten in dieser Zeit unterstützt und finanziell gefördert werden.

Perlen der Natur im Fichtelgebirge zählt Karl Kuhbandner auf, wenn er auf die Projekte verweist, die in den vergangenen Jahren durch die Naturschutzstiftung unterstützt wurden. Etwa den Ankauf des  wertvollen Spirkenmoorwald bei Voitsumra, des Biotop „Schwarzweiher“ bei Weißenstadt oder der Storchenwiese bei Schönlind. Aber auch wichtige Pflegemaßnahmen an der Bocksleite bei Weidenberg oder bei der Gänskopfhütte in der Nähe von Kirchenpingarten sind dabei. Und viele Projekte zur Umweltbildung wie der Bau des Walderlebnispfades bei Bischofsgrün oder die Infotafeln im „G‘steinigt“ bei Arzberg stehen in der Erfolgsbilanz der Stiftung für die vergangenen 20 Jahre.

Karl Kuhbandner ist der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, eine Gremiums von acht Personen, die ehrenamtlich und ohne Vergütung die „Stiftung Natur- und Kulturlandschaft Fichtelgebirge“ leiten. Gut 200.000,- Euro umfasst derzeit der Kapitalgrundstock der Einrichtung. Nur aus den Erträgen und weiteren Spenden finanziert die Stiftung ihre Unterstützung. Der Grundstock selbst wird nicht angetastet.

„Alle unsere Mittel fließen ausschließlich in nachhaltige, zukunftsorientierte Projekte“ versichert Karl Kuhbandner. „Dafür stehen wir mit unserem Namen. Und darauf achtet auch die Regierung von Oberfranken als Rechtsaufsicht.“ Denn die Stiftung ist staatlich anerkannt und hat den Status der Gemeinnützigkeit.

„Wir freuen uns natürlich über weitere Spenden und Zustiftungen“, bittet Karl Kuhbandner.  „Werden Sie ein Teil des Ganzen. Ihre Spenden werden dauerhaft Ihrem Willen entsprechend für die Aufgaben der Naturschutzstiftung verwendet. Damit unterstützen Sie den Schutz und die Erhaltung unserer Fichtelgebirgsheimat.“

Blick auf den Schwarzweiher bei Weißenstadt, ein wertvolles Biotop, das mit Unterstützung durch die Naturschutzstiftung des Fichtelgebirgsvereins angekauft und gepflegt wurde.

Spirkenmoorwald bei Voitsumra, ein wichtiges Teilgebiet der Torfmoorhölle, Lebensraum für die Spirke, eine seltene Hochmoor-Kiefernart. Ankauf, wissenschaftliche Untersuchung und Pflege der Fläche wurde durch die Naturschutzstiftung cofinanziert.

Sonnentau, eine seltene fleischfressende Pflanze, wächst im Spirkenmoorwald bei Voitsumra

 

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