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Juni 2019
Archiv

Ruediger Taubald

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Der Fichtelgebirgsverein hat mehr als zehn neue ehrenamtliche Mitarbeiter geschult. Sie kümmern sich künftig nicht nur um Markierungen.

Die neuen Wegepaten beim Fichtelgebirgsverein mit dem FGV-Wegewart Christian Kreipe (hinten, Mitte). Foto: Wolfgang Neidhardt
Waldstein – Es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Diese uralte und nicht ganz unumstrittene Weisheit sahen diejenigen bestätigt, die seit Kurzem dafür sorgen, dass sich im Fichtelgebirge kein Wanderer verläuft. Denn beim Abschluss des Kurses für Wegepaten beim Fichtelgebirgsverein (FGV) auf dem Waldstein war das Wetter höchst ungemütlich. Was Christian Kreipe, den Wegewart des Hauptvereins, nicht daran hinderte, seine Schützlinge für eine knappe Stunde nach draußen zu bitten.
Schließlich galt es das, was vorher in zwei Theoriekursen erklärt worden war, in die Praxis umzusetzen. Und so stiefelten knapp 15 Wanderer los, einige geschützt durch Regenhosen, mancher mit Mütze und Kapuze, alle zusätzlich mit Regenschirm – und einer nutzte die Arbeitshandschuhe gleich dazu, die Extremitäten im Mai vor Unterkühlung zu schützen. In den Rucksack gehören zukünftig unter anderem: Markierungsbleche, Klebeschilder, Tacker, Hammer, Schraubenzieher, Dreikantschaber, Baumschere, ein Spannwerkzeug, Montageschellen, Spanplattenschrauben sowie eine Flasche mit Seifenlösung und ein alter Lappen. Der kommt als Erstes zum Einsatz. Denn gerade auf den Wetterseiten haben die Naturgewalten ihre Spuren hinterlassen: Wegweiser und Infotafeln sind zu reinigen und zu überprüfen: Entsprechen wirklich alle Wegweiser schon den Normen, die der FGV vom Deutschen Wanderverband übernommen hat? Schließlich will er seine Routen auch regelmäßig zertifizieren lassen. Und schon nach zehn Minuten Wanderung moniert eine ortskundige Teilnehmerin, dass das Ziel, der Arnsteinfels, nicht auf jedem Schild verzeichnet ist.
Auf dem Wege dorthin demonstriert Christian Kreipe weitere Grundsätze der Wegepflege und des Markierens. Die Äste einiger junger Laubbäume neigen sich nahe an die Köpfe der Wanderer: “Die solltet ihr in den kommenden Wochen ein bisschen ausschneiden.” An der Abzweigung des Weges nach Zell diskutiert er mit der Gruppe, ob die Schilder alle korrekt stehen und mit allen Zielangaben versehen sind.
Ein Stück weiter unten greift der Wegewart zum Dreikantschaber. Er entfernt eine Markierung von einem alten Stamm und ersetzt sie durch ein neues, angetackertes Blechschild. Und ein Stück weiter unten sei ein weiteres anzubringen, als sogenanntes Beruhigungszeichen – sodass der Wanderer weiß: Er ist weiterhin auf dem richtigen Weg. Der Baum, der schonend mit der Markierung bestückt wird, will gewissenhaft ausgewählt sein. “Der da drunten ist zu alt und wird vielleicht schon in wenigen Jahren gefällt”, urteilt Kreipe. “Nehmt am besten so mittelalte Bäume.”
Über einige glitschige Stufen und eine Holztreppe geht es dann zum Arnsteinfelsen. Die Aussichtsplattform gehört dem Fichtelgebirgsverein. Deshalb kann der in Haftung genommen werden, wenn ein Unfall auf mangelnde Sicherung zurückzuführen ist. Sollten Holzbretter oder Bohlen faul oder locker sein, so sind sie zu ersetzen – notfalls die ganze Treppe durch einen Gitterrost, der gerade bei Nässe sicherer zu begehen ist. Und am Geländer überprüfen Wegewarte und -paten, ob die Ständer und Querstreben stabil geblieben sind oder schon Rost ansetzen.
Kleine Schäden, nicht nur an den Besteigungsanlagen, beseitigen sie selbst. Doch grundsätzlich sind diese auch beim Hauptverein zu melden – und bei Bedarf dem zuständigen Forstbeamten. Und natürlich gibt es für die Wegepaten Begehungsprotokolle, die sie alljährlich im Frühjahr dem Hauptverein zukommen lassen. Denn die wichtigste Aufgabe ist es, nach der unwirtlicheren Jahreszeit zu prüfen, ob der Weg und seine Weiser gelitten haben. Einige weitere Male im Jahr sollen die ehrenamtlichen Helfer dann die ihnen zugeteilte Route noch gehen, kontrollieren und pflegen.
Seit dem Kursauftakt im Februar hat Christian Kreipe gut zehn Interessenten die Wege vermittelt, deren Betreuung ihnen ab sofort obliegt. Die meisten hat er auch schon auf den Routen begleitet und ihnen das Wissen beigebracht, das sie gar nicht haben können: über die rarer gewordenen unleidlichen Grundstücksbesitzer, über gewisse Eigenheiten bei verschiedenen Forstdienststellen, mit denen der FGV allerdings “fast immer gut zusammenarbeitet” bis hin zu den Schnittstellen zu den Gebieten anderer Ortsgruppen. “Die Nachbarn sollten sich natürlich untereinander abstimmen, damit alles einheitlich markiert und betreut ist”, sagt der Wegewart. Denn sollte das Sommerhalbjahr seinem Namen wieder gerecht werden, dann wird die deutlich steigende Zahl der Wanderer sehr froh sein, wenn die Wegepaten dafür sorgen, dass sie immer auf einer sicheren und wohlgepflegten Route unterwegs sind.

 

Danke an Wolfgang Neidhardt von der Frankenpost, der uns diesen Artikel zur Verfügung gestellt hat.

Nachlese zum Tag des Wanderns 2019

Stellvertretend für alle OGs des FGV zum Tag des Wanderns mal ein etwas ausführlicherer Post.

Unterwegs mit dem FGV OG Münchberg, Adrian Rossner und Carolin Pruy-Popp zur Saalequelle.

Bei durchwachsenen Wetter und grad mal 4 Grad+ ging es vom Zeller Marktplatz über den Waldsteinweg, vorbei am FC Heim zur Saalequelle. Unterwegs stoppten wir kurz da sich ein wunderbarer Blick zum Haidberg auftat. Natürlich durften die Erklärungen zum “Magnetberg” oder zur “wunderbarsten Entdeckung” in Humboldts Leben nicht fehlen. Unner stellvertetender Hauptvorsitzender lieferte diese in Perfektion. Charmant, lehrreich und trotzdem immer mit einen Schmunzeln im Gesicht.

An der Saalequelle angekommmen ging es sogleich weiter mit den Geschichten drumherum. Angefangen vom Bergwerk “zur Hülfe Gottes” über die Neufassung der Saalequelle und aufgehört zu den hoffentlich dieses Jahr stattfindenden Feierlichkeiten rund um das Thema Saale und Humboldt. Spannend auch die Geschichte vom Gelbkreideabbau an der Saalequelle und den noch teilweise vorhandenen dazugehörigen Stollen. Natürlich hatte unser Erzähler auch noch ein wenig dieser “gelben Kreide” in kleinen Säckchen dabei, die er den Ortsgruppen überreichte.

Weiter gings bergauf Richtung Waldstein bis wir am Wanderparkplatz wieder gen Richtung Tal abbogen. Vorbei am Brünnlein weiter Richtung Waldhäuser, nicht ohne nochmals am Wasserspeicher zu einer kurzen Erläuterung dazu halt zu machen.
Zum Abschluß der lehrreichen kurzen Wanderung begrüßte uns die Sonne als wir aus dem Wald traten.

Über die Waldhäuser, vorbei am Kriegerdenkmal in Zell ging es dann zu einer kleinen Brotzeit in ein Zeller Wirtshaus. Bei geselligen Zusammensein und einigen gemeinsam gesungenen Liedern klang der wunderbare Nachmittag / Abend dann aus.

Weitere Bilder auf unserer Facebookseite –> Fichtelgebirgsverein

Exkursion Kulturlandschaftselemente 18.Mai 2019

Liebe Freunde der Kulturlandschaft,

bei dem Kulturlandschaftseminar am 22 bis 23. September 2018 wurde am Ende der Wunsch geäußert, dass man das Erlernte anhand von konkreten Bespielen, rund um dieNaturparkinfostelle Grassemann Kulturlandschaftselemente aufzusuchen, anzusprechen und diese beispielhaft zu erfassen.
In Abstimmung mit Frau Görner-Güthling möchte ich zu einer Exkursion am 18.Mai 2019 um 14.00 Uhr einladen .

Wir werden an hand der Stationen in der Kulturlandschaft um Grassemann Elemente, wie Pingen, Kohlenmeilerplatten, Hutungsreste aufsuchen, ansprechen und diese zu dokumentieren.
Nach den Begehungen im Gelände werden wir uns in der Infoscheune zusammensetzen und die Blätter gemeinsam ergänzen.

Es wäre gut wenn jeder im Bayernatlas die Historische Karte für Grassemann und das Geländerelief ausdruckt und mitbringt. Zur Übung sollte jeder ein Objekt nach den Vorgaben aus dem Projekt Mittelfranken dokumentieren. Deshalb wäre es gut wenn jeder ein Klemmbrett und Stifte mitbringen würde.

Erfassungsbögen werde ich in Sätzen mitbringen.

Zur Vorbereitung könnten wir uns wieder einlesen in https://www.lfu.bayern.de/natur/kulturlandschaft/index.htm

Wir halten uns inhaltlich an die Vorgaben von dem Mittelfränkischen Projekt. Können aber aus fördertechnichen Gründen nicht direkt teilnehmen. Trotzdem sind die Veröffentlichungen interessant. https://projekt-hist-kulturlandschaft.jimdo.com/

Es würde mich freuen, wenn viele weiter an der Exkursion teilnehmen würden. Auch weitere Interessierte sind willkommen. Eine kurze Einführung wird an das Seminar anknüpfen.
Eine Anmeldung erleichtert uns, die Exkursion gut vorzubereiten.

Bitte bis zum 15.Mai.2019 bei Chr. Kreipe anmelden. Emailadresse: ch.kreipe@fichtelgebirgsverein.de

Jahreshauptversammlung des FGV in Kirchenlamitz am 06.04.2019

 

Im vollbesetzten Züchterheim in Kirchenlamitz wurde die diesjährige Jahreshauptversammlung des FGV am 06.04.2019 durch die FGV Hauptvorsitzende Monika Saalfrank und den Ortvorsitzenden der OG Kirchenlamitz Klaus Rossner eröffnet. Gleich am Anfang wieß er darauf hin, dass am 04.05. 2019 das neue gebaute Infozentrum Epprechtstein feierlich eröffnet wird und lud dazu ein. Anschließend stellte er die OG vor und bedankte sich, dass die diesjährige JHV in Kirchenlamitz abgehalten wird.

 

Der Kirchenlamitzer Bürgermeister Thomas Schwarz entsendete ebenfalls seine Grußworte und hieß die Vertreter des FGV Herzlich Willkommen.

Im Anschluß überbrachte der stellvertretende Landrat Roland Schöffel und Mitglied des Bezirkstages Holger Grießhammer noch ihre Grußworte und wünschen dem FGV bei seiner Jahreshauptversammlung ein gutes Gelingen.

Es folgte eine Gedenkminute an die im Jahre 2018 verstorben Mitglieder.

Danach gab es ein erfreuliches Ereignis, denn Karl Lenhard vom Ortverein Neusorg wurde aufgrund seiner Verdienste für den Verein der Goldene Siebenstern verliehen. [Bild]

V. Links n. Rechts

Karl Lenhard ( OG Neusorg ) FGV Hauptvorsitzende Monika Saalfrank und Stellvertretender Vorsitzender Adrian Roßner

Es folgte der Bericht der Hauptvorsitzenden des FGV Monika Saalfrank. Besondere Erwähnung fand dabei der Winterwandertag 2018 und die Wanderführerausbildung. Das Waldsteinhaus konnte durch die Fam. Mulzer erfolgreich neu besetzt werden. Ein besonderer Dank ging an die FGV Mitglieder welche das Seehaus gut über den Winter brachten. Ein “monetäres Highlight” war die Komplettrenovierung der Schönburgwarte. Angesprochen wurden auch die Wasserprobleme auf der Kösseine hervorgerufen durch den sehr heißen Sommer. Das Marktleuthener Haus wurde verkauft. Der Fichtelgebirgstag 2018 in Bergnersreuth war schlecht besucht, hier ging eine Rüge an die Ortsgruppen. Ein weiteres Highlight war die Sternwanderung auf den Schneeberg. Ca. 600 Wanderer folgten dem Aufruf, das neue Backöfele am Schneeberg zu begutachten. Die Sternwanderung 2019 am 01. September geht diesmal auf den Kornberg. Es wird auch hier wieder ein Busshuttle ab Martinlamitz eingerichtet werden.

Christian Kreipe der Referent für Wanderwege des FGV folgte. Er bedankte sich bei allen Mitstreitern welche die Wege “in Schuß” halten und verwieß auf ca. 3800 Std. ehrenamtliche Arbeit ( wobei viele Stunden sicherlich nicht notiert wurden ). Er wieß darauf hin, dass alle Arbeiten auch z.B. die digitale Erfassung der Wegweiser förderfähig sind.

Adrian Rossner, Referent für Heimat- und Brauchtumspflege fasste sich diesmal sehr kurz ( knappe 8 min 😉 ) und erläuterte das anstatt des Fichtelgebirgstages dieses Jahr ein Fest- und Jubiläumswochenende am 22/23 Juni an der Saalequelle abgehalten wird. In Zusammenarbeit mit der Stadt Münchberg wird 250 Jahre Alexander von Humbold, 250 Jahre Bergbau “Güldene Hülfe” am Waldstein, 150 Jahre Fassung Saalequelle und 25 Jahre Saaleradweg gefeiert. Geselligkeit und Gemeinschaft sollen im Vordergrund stehen.

Anschließend sprach der Vorsitzende der Stiftung Natur- und Kulturlandschaft Fichtelgebirge Karl Kuhbandner zur Versammlung. Rettet die Bienen also das “Volksbegehren Artenvielfalt” war das Schlagwort. Er betonte das Weizsäcker Zitat: Schöpfung bewahren. Das heißt endlich aufwachen und was tun. Sich bewegen und nicht tatenlos zusehen. Auch in den Ortsgruppen soll über Blühflächen gesprochen werden, und so sollen in den Ortschaften Flächen für die Bienen entstehen. Auch der Begriff “Wasser” wurde durch Kuhbandner thematisiert. Das Resümee daraus: Jeder Tropfen zählt ! Er wieß auch noch auf die kommende Ausstellung in Mehlmeisel hin.

Jörg Hacker Referent für Naturschutz und Geschäaftsführer des FGV schloß die Berichterstattung ab. So wurde wurden im Bereich Naturschutz vielerlei Themen behandelt. Der Arbeitskreis “Grünes Fichtelgebirge” war sehr aktiv so z.B. wurde ein Blühpakt beschlossen. Wie soll mit kommunalen Flächen umgegangen werden ? Es muß auch noch das Nutzungskonzept Wanderer/Mountainbiker vorangetrieben werden. Stichwort Mountainberg Basecamp Kornberg.

Als Geschäftsführer berichtete Hacker von den FGV Häusern. Bis 03/18 stand das Waldsteinhaus leer, und wurde erfolgreich von der Fam. Mulzer übernommen. Das Marktleuthener Haus wurde verkauft. Das Haus ging sozusagen wieder in den altenFamilienbesitz über. Ab 09/18 stand das Seehaus und Martredwitzer Haus leer. Auch der Kornbergturm war ein großes Projekt in 2018. Er bedankte sich bei Harry Panzer und Albert Jobst für ihr Engagement bei dem Sanierungsvorhaben. Am Seehaus wird im Moment mit Hochdruck gearbeitet um das Haus wieder auf Vordermann zu bringen, da die Strasse zum Haus erst seit Anfang April durch Handwerker befahrbar ist.

Danach erfolgte eine kurze Pause und anschließend der nichtöffentliche Teil der Sitzung.

Informationen zum Sachstand Atommüll-Endlagersuche

Seit 2017 läuft die neue Suche für ein langfristiges Atommüll-Lager. Die nordbayerischen Granitgebiete könnten von der Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll betroffen sein. Eingeladen zu einem interessanten und informativen Abend im Meister-Bär-Hotel in Marktredwitz hatte der Fichtelgebirgsverein, die Kreisgruppen Wunsiedel und Bayreuth des Bund Naturschutzes und das Landratsamtes Wunsiedel. FGV-Naturschutzreferent Jörg Hacker konnte zu der Veranstaltung viele Interessenten begrüßen, die in der sich anschließenden lebhaften Diskussion ihre fundierten Meinungen und großen Bedenken äußerten. Alle Anwesenden lehnten ein Atommüll-Endlager ab.

Helge Bauer vom Aktionsbündnis „ausgestrahlt“ gab zunächst einen umfassenden Sachstandsbericht über die bisher erfolgte Endlagersuche und das komplizierte Verfahren der Gesetzgebung und der beteiligten Behörden, wobei er die geringe Einbindung der Bevölkerung kritisch herausstellte. Er ging auch der Frage nach, wie sich ein schlechtes Endlager verhindern lasse. Der Geologe Dr. Andreas Peterek vom Geopark Bayern-Böhmen referierte anschließend anschaulich über die geologische Gesamtsituation der Region, die seismologischen Aktivitäten und die extreme Wasserdurchlässigkeit des Granits. Er gelangte zu der Überzeugung, dass die Granitregion für ein Endlager nicht geeignet sei.

Lesen Sie auch hierzu folgenden Artikel der Frankenpost:

https://www.frankenpost.de/…/fichtelgebir…/art654373,6640306

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

https://www.ausgestrahlt.de/…/ato…/standortauswahlverfahren/

Text & Bilder: Dietmar Herrmann

 

Das Foto zeigt (von links): Karl Paulus vom Bund Naturschutz, FGV-Naturschutzreferent Jörg Hacker, Helge Bauer vom bundesweiten Forum „ausgestrahlt“ und Dr. Peterek vom Geopark Bayern-Böhmen.

Jörg Hacker ist neuer Landesnaturschutzwart der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine

Auf der Delegiertenversammlung des Landesverbandes Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine am 09.03.2019 in Bischofsgrün wurde Jörg Hacker einstimmig

zum Landesnaturschutzwart und damit in den Vorstand unseres Dachverbandes gewählt.

Er verantwortet damit ehrenamtlich den Fachbereich Naturschutz des 100.000 Mitglieder starken anerkannten Naturschutzverbandes.

Der Fichtelgebirgsverein e.V. wünscht Jörg Hacker alles Gute in seinem neuen Amt.

Mit seiner langjährigen Erfahrung als ehrenamtlicher Hauptnaturschutzwart des Fichtelgebirgsvereins sind wir überzeugt,

dass er auch auf Landesebene hervorragende Arbeit leisten wird.

 

Wanderausstellung „Bayern summt!“

vom 1.3. 2019 bis 30.6.2019

im Gerätemuseum Arzberg-Bergnersreuth

 

Wild, zart und unersetzlich –  so beschreiben die Ausstellungsmacher die Spezies der Wildbienen.  Fleißig, organisiert und gleichfalls unersetzlich als Bestäuber so kann man die Honigbienen charakterisieren. Zudem bilden Sie den Menschen ähnlich einen Staat, quasi eine Bienen-Monarchie mit Königin und haben wie Industriebetriebe Arbeitsteilung. Jeder Honig-Betrieb hat seine eigene „Fabrik“, den Bienenstock, und Abteilungen, die Rahmen mit dem Arbeitsplatz „Wabe“. Die einzigartigen Produkte, die hergestellt werden sind Honig und Wachs. Beides überlässt die fleißige Biene dem Menschen kostenlos. Das einzige was die summenden, gestreiften und geflügelten Insekten benötigen sind eine intakte Umwelt und vor allem Blüten und Knospen. Und auch dafür erbringen die Bienen noch eine kostenlose Leistung: sie bestäuben Bäume, Sträucher und Pflanzen.

Die Ausstellung „Bayern summt!“ ist Teile einer großangelegten Informationsreihe der Stiftung Mensch & Umwelt und des Bayerischen Naturschtuzfonds. Sie gibt Einblicke in die Welt der Bienen und Wildbienen. Es wird erklärt wie Bienen miteinander „sprechen“, wie ein bienenfreundlicher Garten aussieht und was man konkret tun kann, um Bestäuberinsekten zu helfen. Zudem gehen die Ausstellungsmacher auf die gefürchteten Wespen und Hornissen ein.

Am 10.3. findet im Rahmen der Ausstellung gemeinsam mit dem Imkerverein Arzberg in Kooperation mit der Ökologischen Bildungsstätte Burg Hohenberg und der Landesanstalt für Landwirtschaft von 13-17 Uhr eine Kick-off Veranstaltung zum Thema „Lebensräume für Insekten verbessern“ statt. Der Eintritt dazu ist selbstverständlich frei.

 

Informationen:

Volkskundliches Gerätemuseum Bergnersreuth

Wunsiedler Straße 12-14

95659 Arzberg-Bergnersreuth

09233/5225

www.bergnersreuth.de

ABENTEUER GRÜNES BAND – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie

ein LIVE Multivsionsvortrag von und mit Globetrotter Mario Goldstein

mit dem Fichtelgebirgsverein e.V. als Kooperationspartner

am Sonntag 07.04.2019 um 15:00 Uhr im Rosenthal Theater Selb

Diese Reise nimmt Sie mit in die Geschichte Deutschlands, die von Trennung und Leid geprägt war. Aber sie zeichnet auch einen langen Weg der Versöhnung nach.

Mario Goldstein trifft auf Zeitzeugen, ehemalige Soldaten, Flüchtlinge und Naturschützer, die sich mit Herz und Verstand dieser wunderbaren Landschaft verschrieben haben,

und er versucht herauszufinden, warum das Grüne Band heute einzigartig in der Welt ist.

Mehr Info unter: https://www.50-grad.com/abenteuer-gruenes-band

 

Ticketpreise:

KATEGORIE 1:
Regulärer Preis im Vorverkauf (zzgl.VVK-Gebühr) 12,50.-
Ermäßigter* Preis im Vorverkauf (zzgl.VVK-Gebühr) 10,50.-

KATEGORIE 2:
Regulärer Preis im Vorverkauf (zzgl.VVK-Gebühr) 11,50.-
Ermäßigter* Preis im Vorverkauf (zzgl.VVK-Gebühr) 9,50.-

KATEGORIE 3:
Regulärer Preis im Vorverkauf (zzgl.VVK-Gebühr) 10,00.-
Ermäßigter* Preis im Vorverkauf (zzgl.VVK-Gebühr) 8,00.-

*Den ermäßigten Preis erhalten Schüler bis 16 Jahre und Rentner ab 65 Jahre.
Ebenso Mitglieder des Fichtelgebirgsverein. (Bitte an Ausweis beim Einlass denken)

Tickets sind online erhältlich unter:

https://www.okticket.de/tickets-mario-goldstein-abenteuer-gruenes-band-selb-rosenthal-theater-e27303?startReset=ON&dl=ON
oder an den Vorverkaufsstellen:

-Leo`Tee & Mehr in Selb
-Abokarten Verwaltungs GmbH BT Geschäftsstelle Frankenpost Selb
-Tourist-Info Marktredwitz Marktredwitz
-Abokarten Verwaltungs GmbH BT Geschäftsstelle Frankenpost Hof

Neue Paten weisen Wanderern den Weg

Der Fichtelgebirgsverein schult Interessierte, die ehrenamtlich Wanderwege markieren und kontrollieren.

Sie stützen sich auf die Verfassung und sogar auf eine DIN-Norm.

Zwölf Frauen und Männer aus dem Fichtelgebirge lernen eine neue Sprache. So sieht es jedenfalls Christian Kreipe. Für den Wegereferent des Fichtelgebirgsvereins (FGV) ist Markieren wie eine Sprache. Am Samstag hat er damit begonnen, die Wanderfreunde zu Wegepaten auszubilden – und machte sie schon einmal mit den Grundregeln vertraut. Da gibt es Rufzeichen und Bestätigungszeichen, da gibt es vorgegebene Entfernungen – und in Deutschland natürlich eine DIN-Norm für Wegweiser.

 

Wegepaten des FGV

Für die 49 Ortsvereine des FGV sind derzeit 120 Wegepaten im Einsatz. Ausgebildet wurden in den vergangenen Jahren etwa 140 Frauen und Männer. Einige von ihnen sind zugleich Wegewarte, andere arbeiten diesen zu. Die Ausbildung umfasst drei Kurse an Samstagen in Theorie und Praxis und dauert jeweils vier bis fünf Stunden.

Das Ziel der ehrenamtlichen Wegemarkierer formuliert der Wegereferent so: “Jeder Wanderer soll ohne Karte vom Ausgangs- zum Zielpunkt einer Wanderung laufen können.” Dabei leiten ihn Wegweiser und Symbole für die seit Jahrzehnten bekannten Wege, etwa den Höhen-, den Quellen- oder den Egerweg. Diese wollen, wie die Markierungen, gepflegt sein.

Und weil immer weniger Ehrenamtliche bereit waren, solche Aufgaben zu übernehmen, erfand der frühere FGV-Hauptvorsitzende Peter Hottaß aus Gefrees in seinem Ortsverein das Modell der Wegepaten. Diese suchen sich in Absprache mit den Ortsvereinen bestimmte Wege aus dem Netz des Heimatvereins aus, das beachtliche 3700 Kilometer lang ist. Anfangs begleitet von einem Wegewart, sollen sie dafür sorgen, dass ihre Strecke leicht zu begehen ist: frei von Hindernissen und selbstverständlich immer gut bezeichnet.

Nach jedem Winter steht ein Kontrollgang an, der sich im Verlauf des Jahres wiederholen sollte. Haben Wind und Wetter Schäden verursacht, so meldet der Wegepate dies an den zuständigen Forstbetrieb. Nur kleine Arbeiten verrichtet er selbst, etwa das Zurückschneiden von Ästen oder Säubern der Wegweiser – und eben die Kontrolle der Markierungen.

“Auf Sicht” sind diese angebracht. Das heißt: An jeder Kreuzung steht ein Wegweiser, der über Ziel und Symbol für den Weg informiert. 20 Meter weiter folgt ein Schild mit Wegesymbol als Rufzeichen. Nach 50 und danach spätestens nach 300 Metern folgt eine weitere Markierung als Beruhigungszeichen: Und spätestens nach einem Kilometer sollte ein neues Schild stehen. Der Wanderer weiß somit: Hier bin ich richtig.

Insgesamt sind es 14 Regeln, die der Verein den Paten mit auf den Weg gibt. So sollen die Markierungen immer auf der gleichen Seite eines Weges stehen. Führt ein Weg vom Feld in den Wald, so ist ein Symbol deutlich am Waldeingang anzubringen. Und natürlich gibt es Tabus für die Markierer: Kapellen, Kruzifixe oder Bildstöcke.

Unterwegs sind die Markierer und Paten in hoch offiziellem gesetzlichen Auftrag. Der Paragraf 141, 3. 3. der bayerischen Verfassung legt fest: “Staat und Gemeinde sind berechtigt und verpflichtet, der Allgemeinheit die Zugänge zu Bergen, Seen, Flüssen und sonstigen landschaftlichen Schönheiten freizuhalten sowie Wanderwege und Erholungsparks anzulegen.” Für Kreipe ist das Recht auf freien Zugang zur Natur “ein Stück bayerischer Lebensart”.

Der Auftrag, dies zu regeln, geht ganz gezielt an die Vereine, die sich qua Satzung der Pflege der Natur und der Heimat verpflichten, bei uns eben der FGV. Er handelt indirekt im Auftrag von Städten und Gemeinden. Gelegentlich pfuschen den Markierern schon einmal Leute ins Handwerk, die auf eigene Faust markieren, etwa Mountainbiker am Kornberg. “Deren Tafeln sind schlicht illegal”, stellt Christian Kreipe fest. Außerdem würden solche Maßnahmen “das Klima stören”. Und rein rechtlich würde ein bezeichneter Weg für Mountainbiker als befahrbare Straße gewertet. Jedem Zweifler schreibt Kreipe ins Gewissen: “Das Gesetz sagt: Grundsätzlich hat der Fußgänger Vorrang.”

Gelegentlich stören auch noch andere Heimatfreunde das Klima. Wie berichtet, hatten vor einigen Jahren Unbekannte in der nördlichen Oberpfalz die Schilder zerstört, die auf den Fränkischen Gebirgsweg hinweisen. Das Wort “Fränkisch” hatte sie gestört. Nun gibt es dort nur einen Gebirgsweg mit gleichem Symbol, und die Schilder hängen friedlich.

Die Markierer sind natürlich auch angehalten, der Natur Freiräume zu lassen – wie diejenigen, die die Wege angelegt haben. Christian Kreipe erinnert daran, dass 1974 die Route vom Silberhaus zur Platte gezielt um einen Bereich herumgeführt wurde, in dem der Auerhahn lebte. Heute gilt es für die Markierer, auch noch andere Rücksichten zu nehmen. Wegmarkierungen an Bäumen sollen bestenfalls angetackert werden. Denn, so Kreipe: “Jeder Metallspreißel kann im Sägewerk zum Verwerfen des Stammes führen.” Auch Bäume verstehen in gewisser Weise die Sprache der Markierungen.

Artikel aus der Frankenpost vom 12.02.2019 Author Wolfgang Neidhardt

Es muss nicht gleich eine Plakattafel sein, wie sie FGV-Wegereferent Christian Kreipe (rechts) aufstellt.

Für die Wegepaten reichen Schilder und Markierungen. Foto: pr.

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